Covid19, Klima & Gesundheit

COVID-19 Testindikationen und Schulbesuch

Online Angebot für Eltern verfügbar

Das am 16. Oktober 2020 vorgestellte Online Angebot coronabambini soll Eltern die neuen BAG Empfehlungen (s. unsere Newsletter vom 25.09. und 28.09.2020) leichter zugänglich machen und bei der Umsetzung helfen. Es unterstützt bei der Entscheidung, ob das Kind die Schule besuchen darf, zu Hause bleiben muss oder die Ärztin/der Arzt kontaktiert werden soll, um die Notwendigkeit eines Tests zu besprechen. coronabambini soll auch die Praxen und Notfallstationen entlasten.

Patienten und deren Familien können auf diese Applikation aufmerksam gemacht werden. Zudem ist es möglich, den Link auf der Internetseite der Praxis aufzuschalten. Die Applikation ist auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch verfügbar.

coronabambini wurde von den Kinderkliniken und dem Notfallzentrum für Kinder und Jugendliche in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Telenotfallmedizin am Inselspital Bern entwickelt. Das Entwicklerteam nimmt Feedback gerne unter info@coronabambini.ch entgegen.

Kinder in den Mittelpunkt der SDGs (Sustainable Development Goals)

Kein einziges Land schützt die Gesundheit von Kindern, ihre Umwelt und ihre Zukunft angemessen, so ein bahnbrechender Bericht, der heute von einer Kommission von über 40 Experten für Kinder- und Jugendgesundheit aus der ganzen Welt veröffentlicht wurde. Die Kommission wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNICEF und The Lancet einberufen.

In dem Bericht „Eine Zukunft für die Kinder der Welt“ wird festgestellt, dass die Gesundheit und die Zukunft jedes Kindes und Jugendlichen weltweit durch die ökologische Zerstörung, den Klimawandel und ausbeuterische Marketingpraktiken, die Kindern stark verarbeitete Fastfood-Produkte, zuckerhaltige Getränke, Alkohol und Tabak aufzwingen, unmittelbar bedroht sind.

„Trotz der Verbesserungen der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren sind die Fortschritte ins Stocken geraten und werden sich umkehren“, sagte die ehemalige neuseeländische Premierministerin und Ko-Vorsitzende der Kommission, Helen Clark. „Es wird geschätzt, dass etwa 250 Millionen Kinder unter fünf Jahren in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen Gefahr laufen, ihr Entwicklungspotenzial nicht zu erreichen, wenn man stellvertretende Messungen von Verkümmerung und Armut zugrunde legt. Noch besorgniserregender ist jedoch, dass jedes Kind weltweit durch den Klimawandel und den kommerziellen Druck existentiell bedroht ist.

„Die Länder müssen ihre Herangehensweise an die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen überdenken, um sicherzustellen, dass wir uns nicht nur heute um unsere Kinder kümmern, sondern auch die Welt schützen, die sie in Zukunft erben werden“, fügte Clark hinzu.

Die Verschärfung des Klimawandels bedroht die Zukunft jedes Kindes

Videos zum Thema

WHO & UNICEF • Commision On Child Health • Not Just For Me

WHO & UNICEF • Commision On Child Health • Cutdowns

Ein Manifest für Sofortmaßnahmen zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Zum Schutz der Kinder fordern die unabhängigen Autoren der
Kommission eine neue globale Bewegung, die von und für Kinder angetrieben wird.
Zu den spezifischen Empfehlungen gehören:

  1. Stoppen Sie den CO2-Ausstoß mit äußerster Dringlichkeit, um sicherzustellen, dass Kinder eine Zukunft auf diesem Planeten haben;
  2. Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt unserer Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung zu stellen;
  3. Neue Politiken und Investitionen in allen Bereichen, um auf die Gesundheit und die Rechte der Kinder hinzuarbeiten;
  4. Die Stimmen der Kinder in politische Entscheidungen einbeziehen;
  5. Verschärfung der nationalen Vorschriften für schädliches kommerzielles Marketing, unterstützt durch ein neues Fakultativprotokoll zur UN-Konvention über die Rechte des Kindes.

WHO: Health for all